Die Auswirkung von Schlaf auf die Leistungsfähigkeit im Sport

Sportler brauchen mehr schlaf als Personen, die weniger körperlich aktiv sind, das dürfte für Euch weder neu noch überraschend sein. Dabei benötigen die meisten von uns zwischen 6-8 Stunden Schlaf pro Nacht.

Es gibt unzählige Faktoren, welche die sportliche Leistungsfähigkeit bedingen. Manche könnt Ihr beeinflussen, andere kaum oder überhaupt nicht. Da Spitzenleistungen nicht selbstverständlich sind wächst das Interesse immer mehr, solche Leistungsfaktoren zu identifizieren. Dies ist nicht nur im Leistungssport oder der Talentförderung interessant, sondern selbst auch im Breitensport und dem Beruf.

Vor allem die Regenerationsphasen haben eine hohe Bedeutung für das sportliche Training und den Wettkampf und so nimmt man an, dass der Schlaf einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat. Eine Studie der Universität Stanford liefert jedenfalls erste Evidenz: Dort hat man herausgefunden, dass Basketballer ein höheres Lauftempo und eine bessere Trefferquote aufweisen, wenn sie Zehn Stunden und nicht 7 schlafen.

Mit der Untersuchung sollte herausgefunden werden, ob Schlaf  direkte Auswirkungen auf die (sportliche) Leistungsfähigkeit hat, die Reaktionszeit und die Stimmung beeinflusst. Die Teilnehmer an der Studie wurden aus dem Uni-Basketballteam rekrutiert und über zwei Jahre regelmäßig wissenschaftlich begleitet.

In den ersten vier Wochen der Studie wurde das gewohnte Schlafverhalten der Spieler beibehalten, im Durchschnitt 7 Stunden. Innerhalb der anschließenden Phase erhöhten sich dann die Schlafzeiten auf 10 Stunden. Wer früher wach wurde musste ein Mittagsschläfchen halten. Kaffe und andere koffeinhaltige Getränke sowie Alkohol waren während der Studie für die Probanden untersagt. Am Ende der Trainingseinheiten wurde dann das Leistungsniveau der Probanden gemessen.

Ergebnis

Die Langschläfer konnten Ihre Treffgenauigkeit um 9% steigern, ihre Sprintschnelligkeit verbessern und eigene Reaktionszeiten verkürzen. Auch hatten sie bessere Laune und verspürten weniger Leistungsdruck – alles leistungsbegünstigende Aspekte.

Diese positiven Resultate beschränken sich nicht nur auf die hier genannte Sportart.
Am gleichen Institut wurden bereits auch die Schwimmer, Tennis- und Footballspieler im Vorjahr untersucht, welche ebenfalls von längeren Schlafzeiten profitierten.

Klingt eigentlich ganz gut oder? Nur leider werden 10 Stunden Schlaf für die meisten von uns kaum zu schaffen sein. Auch bleibt offen, ob nicht auch der Verzicht auf Alkohol und andere Genussmittel zu einer Leistungssteigerung beigetragen oder sich ein Trainings- oder Lerneffekt eingestellt hat (da der Leistungstest nach jeder Trainingseinheit erfolge kann man diesen Effekt nicht ausschließen). Interessant wäre für uns, welcher der Sportler unter einen Schlafdefizit litt und wer von den „unnötigen“ schlafstunden kaum profitierte. Jedenfalls versucht Euch ausreichend Schlaf zu verschaffen, dann seid Ihr auf dem richtigen Weg! ;-)

Gute Nacht, Sara

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